Maurisches Erbe
Beginne früh im Real Alcázar, bevor die Gruppen kommen, und geh weiter zur Kathedrale und hinauf auf die Giralda. Am Nachmittag verlierst du dich in den weißen Gassen von Santa Cruz.
Sevilla ist die glühende Hauptstadt Andalusiens, in der maurische Paläste, eine gewaltige Kathedrale und Straßen voller Orangenbäume zusammenkommen. Zwischen dem Real Alcázar, der Giralda und den weißen Gassen von Santa Cruz spürst du überall das Erbe aus acht Jahrhunderten al-Ándalus.
Doch die Stadt lebt vor allem draußen: bei Tapas an der Theke, Flamenco in einem kleinen Tablao in Triana und langen Abenden auf sonnenwarmen Plätzen. Alles ist zu Fuß erreichbar, und im Frühling duftet die ganze Stadt nach Orangenblüten.
Beginne früh im Real Alcázar, bevor die Gruppen kommen, und geh weiter zur Kathedrale und hinauf auf die Giralda. Am Nachmittag verlierst du dich in den weißen Gassen von Santa Cruz.
Schlendere durch die Plaza de España und den María-Luisa-Park, dann durch das Zentrum zu den Setas de Sevilla für den Rundblick. Lass den Abend bei einem Tapas-Bummel rund um die Alameda ausklingen.
Überquere den Guadalquivir nach Triana für den Markt und die Calle Betis, mit Blick auf den Torre del Oro. Alternativ nimmst du den Zug für einen Tagesausflug nach Córdoba, und beende den Abend mit einer Flamenco-Vorstellung.
Dieser königliche Palast begann als maurische Festung und wurde von christlichen Königen im Mudéjar-Stil weiter ausgebaut, mit filigranem Stuck, Azulejos und schattigen Gartenhöfen. Buche dein Zeitfenster online, denn die Warteschlangen an der Kasse sind lang, und plane Zeit für die Gärten mit ihren Pfauen ein.
Die größte gotische Kathedrale der Welt beherbergt das Grabmal von Christoph Kolumbus, und ihr Glockenturm, die Giralda, war einst das Minarett der Moschee. Statt Treppen führt eine sanfte Rampe hinauf, über die früher Reiter zu Pferd bis zur Aussicht über die Dächer ritten.
Für die Weltausstellung 1929 erbaut, umschließt dieser gewaltige halbrunde Platz einen Kanal, auf dem man Ruderboote mieten kann. Entlang der Wand zeigen 48 Azulejo-Nischen je eine spanische Provinz, also such deine Lieblingsregion und mach ein Foto davor.
Das alte jüdische Viertel neben der Kathedrale ist ein Gewirr aus weiß getünchten Gassen, Blumenbalkonen und kleinen Plätzen mit Orangenbäumen. Verlauf dich absichtlich, und such die Plaza de Doña Elvira und die schmale Calle Agua, wo einst ein Aquädukt entlanglief.
Jenseits des Guadalquivir gilt Triana als eine der Wiegen des Flamenco und war Heimat von Töpfern, Seefahrern und Tänzern. Bummle über den Keramikmarkt und die Calle Betis am Fluss und reserviere abends einen Platz in einem kleinen Tablao wie dem Teatro Flamenco Triana.
Der Metropol Parasol, von allen nur Las Setas (die Pilze) genannt, ist eine der größten Holzkonstruktionen der Welt und schwebt wellenförmig über der Altstadt. Fahr für den Sonnenuntergang auf den Panoramasteg hinauf, und im Untergeschoss zeigt das Antiquarium römische Ausgrabungen unter dem Platz.
Das alte jüdische Viertel direkt an der Kathedrale, ein Labyrinth weißer Gassen. Zentral und charmant, aber touristisch und im Sommer teuer, ideal für den ersten Besuch.
Am anderen Ufer des Guadalquivir, Heimat von Flamenco und Keramik. Authentischer, lebendiger und günstiger als das Zentrum.
Ruhiges Flussviertel neben der Stierkampfarena und der Kathedrale. Zentral gelegen, aber weniger überlaufen als Santa Cruz.
Der alternative, junge Norden mit Bars, Terrassen und Nachtleben. Am lebhaftesten nach Einbruch der Dunkelheit.
Spinat mit Kichererbsen, mit Kreuzkümmel, Paprika und einem Spritzer Essig geschmort, ein maurisch-sephardisches Erbe. Ein Klassiker der Bar Las Golondrinas in Triana.
Kalte, dickflüssige Tomaten-Brot-Creme aus Andalusien, garniert mit Jamón und hart gekochtem Ei. Das perfekte Gericht gegen die Sommerhitze.
Kleiner Fisch und Meeresfrüchte in Mehl gewendet und in Olivenöl frittiert, oft im Papiertütchen serviert. Probier den cazón en adobo, marinierten Hai.
Sevillas Sandwich-Ikone: Schweinelende, Serrano-Schinken und ein gebratener grüner Bratpaprika im knusprigen Brötchen. Das perfekte schnelle Mittagessen.
Frühling (März bis Mai) und Frühherbst (September, Oktober) sind ideal, mit angenehmen 15 bis 25 °C und blühenden Orangenbäumen. Der Sommer ist mit oft über 40 °C brutal heiß, während der Winter mild und ruhig bleibt. Für das volle Erlebnis, aber auch für Menschenmassen und hohe Preise, plane die Semana Santa oder die Feria de Abril ein.
Das historische Zentrum erkundest du am besten zu Fuß, ergänzt durch die MetroCentro-Straßenbahn entlang der Avenida de la Constitución und das SEVIci-Leihradnetz mit über 70 km Radwegen. Für Tagesausflüge erreichst du Córdoba mit dem Zug in rund 45 Minuten, Cádiz in etwa 1,5 Stunden, und die römischen Ruinen von Itálica mit dem Bus M-170.
Ein realistisches Tagesbudget pro Person, in drei Stilen.
Sevilla ist insgesamt ein erschwingliches Reiseziel.