Altstadt & der Fluss
Beginne am Altstädter Ring mit der astronomischen Uhr, streife durch die Synagogen von Josefov und überquere dann die Karlsbrücke zur goldenen Stunde.
Über der Moldau gelegen, unter einer märchenhaften Silhouette aus gotischen Türmen, barocken Kuppeln und einer Burg auf dem Hügel, ist Prag eine der am besten erhaltenen Hauptstädte Europas. Sein mittelalterlicher Kern kam fast unversehrt durch das 20. Jahrhundert — der Weg vom Altstädter Ring über die Karlsbrücke hinauf zur Burg ist ein Spaziergang durch tausend Jahre Geschichte.
Jenseits des Postkartenzentrums ist die Stadt jünger und lockerer, als sie wirkt: das grüne Vinohrady, das industrieschicke Holešovice und das bohemienne Žižkov strotzen vor Craft-Brauereien, Kaffeeröstereien und urigen Bars. Und mit einem der besten Biere der Welt für ein paar Euro pro Glas bleibt Prag einer der günstigsten Städtetrips des Kontinents.
Beginne am Altstädter Ring mit der astronomischen Uhr, streife durch die Synagogen von Josefov und überquere dann die Karlsbrücke zur goldenen Stunde.
Fahr mit der Tram 22 hinauf zur Prager Burg und zum Veitsdom, schlendere durch die Malá Strana hinab und lass den Tag mit einem Bier auf der Kampa-Insel ausklingen.
Erkunde das grüne Vinohrady und die Festung mit Aussicht in Vyšehrad, oder picknick im Biergarten von Letná vor einer Nacht in Žižkov.
Die Karlsbrücke aus dem 14. Jahrhundert spannt sich über die Moldau, gesäumt von 30 barocken Heiligenstatuen, und verbindet die Altstadt mit der Burgseite. Komm bei Sonnenaufgang, um Kopfsteinpflaster und Statuen fast für dich allein zu haben, bevor Menschenmengen und Straßenmusiker eintreffen.
Der größte antike Burgkomplex der Welt krönt den Hügel über dem Fluss und umschließt die aufragenden gotischen Türme des Veitsdoms. Schlendere durch das Goldene Gässchen, erlebe die Wachablösung um die Mittagszeit und genieße einen der schönsten Blicke über die roten Dächer.
Prags prächtiges mittelalterliches Herz ist von Pastellfassaden, den gotischen Doppeltürmen der Teynkirche und der 600 Jahre alten astronomischen Uhr umsäumt. Zur vollen Stunde läutet das Skelett der Uhr eine Glocke und die zwölf Apostel ziehen an ihren Fenstern vorbei.
Die Kleinseite fällt von der Burg herab in einer Stille aus barocken Palästen, versteckten Gärten und Kopfsteingassen, die weit ruhiger sind als die Altstadt. Schlüpf in den Wallenstein-Garten oder finde die John-Lennon-Mauer in einer Seitengasse nahe der Kampa-Insel.
Eingezwängt zwischen Altstadt und Fluss verdichtet das jüdische Viertel sechs Jahrhunderte auf wenige Straßen — sechs Synagogen und der ergreifende Alte Jüdische Friedhof, einer der ältesten Europas, mit 12.000 schief stehenden Grabsteinen. Sein eleganter Jugendstil-Boulevard Pařížská ist heute Prags Luxusmeile.
Über der Flussbiegung nördlich des Zentrums bietet Letnás grüne Hochebene ein weites Panorama von Prags Brücken und Türmen. Der Biergarten schenkt günstiges Fassbier unter Kastanien aus — der Klassiker für den Sonnenuntergang mit einem halben Liter in der Hand.
Der mittelalterliche Kern um den Altstädter Ring und die astronomische Uhr — stimmungsvoll, aber voll und teuer.
Barocke Paläste und stille Kopfsteingassen unter der Burg, ideal für einen romantischen Aufenthalt.
Grün und elegant, voller Cafés, Weinbars und Gastropubs — günstiger als das Zentrum und wenige Minuten mit der U-Bahn entfernt.
Bohemienne Kneipen und der Fernsehturm in Žižkov; Galerien, Märkte und Lagerhausbars im kreativen Holešovice.
Mariniertes Rind in cremiger Wurzelgemüsesoße mit Semmelknödeln, Preiselbeeren und einem Klecks Sahne — das Nationalgericht. Probier es im Café Louvre oder bei U Medvídků.
Der tschechische Rindergulasch, dicker als der ungarische und oft mit dunklem Bier gekocht, serviert mit Knödeln. Dazu passt ein Pils in einer Lokál-Kneipe.
Ein zuckerkrustiger Baumstriezel, warm an den Ständen der Altstadt verkauft — touristisch, aber lecker, und eher mitteleuropäisch als echt tschechisch.
Als Geburtsort des Pils nimmt das Land sein Bier ernst; bestell ein frisch aus dem Tank gezapftes Pilsner Urquell in einer traditionellen Hospoda (Kneipe).
Der späte Frühling (April–Juni) und der frühe Herbst (September–Oktober) bringen milde Tage, langes Licht und weniger Menschen. Im Dezember erstrahlt der Altstädter Ring in Weihnachtsmärkten, auch wenn es kalt und voll ist. Juli und August sind warm, aber überlaufen; der Winter ist grau, aber stimmungsvoll und günstig.
Das historische Zentrum ist kompakt und lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Eine effiziente U-Bahn (drei Linien), Straßenbahnen und Busse decken den Rest ab — ein 24-Stunden-Ticket kostet rund 120 CZK, oder du zahlst einfach kontaktlos. Die Trams 22 und 23 fahren zur Prager Burg hinauf, und Český Krumlov ist ein schöner Tagesausflug drei Busstunden entfernt.
Ein realistisches Tagesbudget pro Person, in drei Stilen.
Prag ist insgesamt ein kostengünstiges Reiseziel.