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🇵🇹 Portugal

Madeira

Der schwimmende Garten des Atlantiks

NaturFür FeinschmeckerAbseits der PfadeWarmes Wetter

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Madeira

Foto: Colin Watts / Unsplash

Madeira steigt in einer Wand aus grünen Klippen, Lorbeerwald und Vulkangestein direkt aus dem Atlantik, rund 1.000 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt. Funchal, die sonnige Hauptstadt, ergießt sich in einem Gewirr aus Kopfsteingassen, Blumenmärkten und Terrassengärten die Hänge hinab. Jenseits der Stadt ziehen sich uralte Levada-Kanäle durch die Berge zu versteckten Wasserfällen, zackige Gipfel durchstoßen die Wolken, und Buchten aus schwarzem Sand und natürliche Lavabecken säumen die Küste. Eine Insel wie geschaffen zum Wandern, gut Essen und für lange, milde Tage im Freien.

Reiseverlauf

Tag 1

Funchal, der Markt & Monte

Schlendere durch die Zona Velha und den Mercado dos Lavradores und fahr dann mit der Seilbahn hinauf nach Monte zu seinen tropischen Gärten. Sause im Korbschlitten Richtung Funchal hinab und lass den Tag bei einer Madeiraweinprobe in einem alten Weinkeller ausklingen.

Tag 2

Gipfel & eine Levada-Wanderung

Fahr im Morgengrauen zum Pico do Arieiro für den Sonnenaufgang über den Wolken und wandere ein Stück des Grats Richtung Pico Ruivo. Folge am Nachmittag der Levada das 25 Fontes durch den Rabaçal-Wald zu ihrem Wasserfall-Talkessel.

Tag 3

Westküste & Vulkanbecken

Halt am Skywalk Cabo Girão für den Blick durch den Glasboden, dann kehr in Câmara de Lobos zu Mittagessen und Poncha ein. Fahr weiter um den wilden Nordwesten, um in den natürlichen Lavabecken von Porto Moniz zu schwimmen.

Highlights

🌄Aussichtspunkt

Pico do Arieiro

Mit 1.818 Metern Madeiras dritthöchster Gipfel, oft über einem Meer aus Wolken schwebend. Fahr vor der Dämmerung hinauf für einen glühenden Sonnenaufgang oder mach dich auf den schwindelerregenden Gratweg zum Pico Ruivo, dem Dach der Insel.

🌿Natur

Levada das 25 Fontes

Eine klassische Levada-Wanderung entlang eines von Hand gehauenen Bewässerungskanals durch den Lorbeerwald von Rabaçal zu einem grünen Talkessel, gespeist von 25 Quellen. Der Pfad ist meist flach, aber schmal und oft nass, also nimm festes Schuhwerk mit.

Erlebnis

Korbschlitten von Monte

Eine zwei Kilometer lange Bergabfahrt von Monte nach Funchal in einem Weidenschlitten, gelenkt von zwei weiß gekleideten Carreiros mit Strohhut. Ein herrlich verrückter madeirischer Brauch seit den 1850er-Jahren — nimm zuerst die Seilbahn hinauf für die Aussicht.

🛍️Markt

Mercado dos Lavradores

Funchals Bauernmarkt aus den 1940er-Jahren, im Erdgeschoss gestapelt mit Cherimoyas, Maracujas und furchterregendem Degenfisch. Komm am Vormittag, koste die exotischen Früchte vor dem Kauf und schlendere durch die gekachelte Fischhalle.

🏛️Sehenswürdigkeit

Skywalk Cabo Girão

Eine Plattform mit Glasboden, die über eine der höchsten Steilküsten Europas hinausragt, mit 580 Metern Fall auf Terrassenfelder und Ozean darunter. Der Besuch ist kostenlos und schwindelerregend — schau geradewegs durch deine Füße hinab, wenn du dich traust.

🌿Natur

Naturschwimmbecken von Porto Moniz

Vulkanische Felsbecken an der Nordwestspitze der Insel, von den Atlantikwellen gefüllt und erfrischt. Schwimm im geschützten türkisfarbenen Wasser und sieh zu, wie die Brandung nur Meter entfernt gegen die schwarze Lava schlägt.

Viertel

Altstadt von Funchal (Zona Velha)

Das Herz der Hauptstadt, wo Kopfsteingassen mit bemalten Türen zur Uferpromenade, zur Kathedrale und zum quirligen Mercado dos Lavradores hinabführen. Ideale Basis für Restaurants, Bars und die Seilbahn hinauf nach Monte.

Câmara de Lobos

Ein fotogenes Fischerdorf westlich von Funchal, mit buntem Hafen voller Holzboote und Bars, die Poncha ausschenken. Einst ein Liebling von Winston Churchill, der herkam, um die Bucht zu malen.

São Vicente

Eine grüne, dramatische Basis an der wilden Nordküste, gesäumt von Wasserfällen und alten Küstenklippen. Praktisch, um die Berge, den Fanal-Wald und das üppige Inselinnere zu erkunden.

Porto Moniz

Ein kleiner Ort an der Nordwestspitze, berühmt für seine Vulkanschwimmbecken, in denen Atlantikwellen das Wasser auffüllen. Eine ruhige, malerische Basis fernab der Ferienmassen.

Wo essen

Espetada

Rindfleischwürfel, mit Knoblauch und Meersalz eingerieben, auf einen Lorbeerstock gespießt und über Holzglut gegrillt. Traditionell an einem Haken am Tisch aufgehängt und mit Bolo do Caco gegessen.

Bolo do caco

Ein rundes Fladenbrot, auf einem heißen Basaltstein gebacken und mit Knoblauch-Petersilien-Butter bestrichen. Überall als Snack oder zu gegrilltem Fleisch und Fisch serviert.

Espada com banana

Filets vom schwarzen Degenfisch, einem Tiefseefisch aus madeirischen Gewässern, gebraten und mit gebratener Banane und oft einer Maracuja-Sauce serviert. Süß, herzhaft und unverkennbar lokal.

Poncha

Das kräftige Inselgetränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronen- oder Maracujasaft, mit einem hölzernen Mexelote verrührt. Bestell eine in einer Bar in Câmara de Lobos und nipp langsam daran.

Gut zu wissen

Beste Reisezeit

Madeira ist ein Ganzjahresziel, dank seiner Atlantiklage in jeder Jahreszeit mild. Der Frühling (März–Mai), wenn die Gärten aufblühen, und der Frühherbst (September–Oktober) sind ideal zum Wandern; der Sommer ist warm und am belebtesten, während der Winter sanft bleibt, im Norden aber feuchter.

Vor Ort unterwegs

Ein Mietwagen gibt dir die Freiheit, Bergaussichten, Levadas und die Nordküste zu erreichen, auch wenn die Straßen steil und kurvig sind. Funchal hat ein gutes Stadtbusnetz, und Busse fahren die größeren Orte an, doch Verbindungen zu Wanderausgangspunkten können langsam sein — viele Wanderer nutzen geführte Transfers oder Taxis, um Anfang und Ende einer Levada-Wanderung zu verbinden.

Währung
EUR €
Sprachen
Portuguese

Wie viel kostet Madeira?

Ein realistisches Tagesbudget pro Person, in drei Stilen.

Backpacker€50pro Person / Tag
Mittelklasse€100pro Person / Tag
Komfort€200pro Person / Tag

Madeira ist insgesamt ein erschwingliches Reiseziel.

Insider-Tipps

  • Für den Sonnenaufgang am Pico do Arieiro triff lange vor der Dämmerung ein und nimm warme Kleidung mit — oben kann es selbst im Sommer eiskalt sein.
  • Levada-Pfade sind schmal, manchmal steil abfallend und nass; trag festes Schuhwerk und pack eine Taschenlampe ein, denn einige Routen führen durch unbeleuchtete Tunnel.
  • Koste Poncha wie die Einheimischen — bestell sie in einer kleinen Bar in Câmara de Lobos statt an einem Touristenort.

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