Altstadt & Wawel
Beginne am Hauptmarkt, stöbere in den Tuchhallen und lausche dem Hejnał von der Marienkirche. Spaziere am Nachmittag zum Wawelhügel für Schloss und Kathedrale und lass den Abend in einer Kellerbar der Altstadt ausklingen.
Polens alte Königsstadt trägt tausend Jahre Geschichte leicht, gebündelt um einen der größten mittelalterlichen Marktplätze Europas. Vom Kriege verschont, ist die Altstadt ein Gewirr aus gotischen Türmen, Renaissancehöfen und barocken Kirchen, umschlossen von einem grünen Parkring.
Doch Krakau ist kein Museum: Studenten füllen die Kellerbars, das jüdische Viertel Kazimierz brummt bis spät, und günstige Milchbars servieren Pierogi wie eh und je. Wawel wacht über die Weichsel, während Ausflüge nach Wieliczka und Auschwitz die andere, tiefere Seite der Region freilegen.
Beginne am Hauptmarkt, stöbere in den Tuchhallen und lausche dem Hejnał von der Marienkirche. Spaziere am Nachmittag zum Wawelhügel für Schloss und Kathedrale und lass den Abend in einer Kellerbar der Altstadt ausklingen.
Verbring den Vormittag zwischen den Synagogen und Flohmärkten von Kazimierz, dann überquere den Fluss nach Podgórze. Besuche Schindlers Fabrik und das ehemalige Ghetto und kehr abends nach Kazimierz zurück, um dich durch die Bars zu essen und zu trinken.
Widme den Tag einem tieferen Ausflug: dem funkelnden unterirdischen Salzbergwerk Wieliczka oder der ernsten Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Buche im Voraus, kehr am späten Nachmittag zurück und beschließe die Reise bei einem ruhigen Abendessen in der Altstadt.
Einer der größten mittelalterlichen Marktplätze Europas, gesäumt von Bürgerhäusern, Cafés und Pferdekutschen. Warte zur vollen Stunde auf das Hejnał, das Trompetensignal, das vom höheren Turm der Marienkirche erklingt und mitten in der Melodie abbricht.
Der Königshügel über der Weichsel, gekrönt von einem Renaissanceschloss und der Kathedrale, in der Polens Könige gekrönt und bestattet wurden. Spaziere durch die Innenhöfe, steig in die Krypten hinab und such nach der Drachenhöhle am Fuß des Hügels.
Eine prächtige Renaissance-Markthalle mitten auf dem Hauptmarkt, seit Jahrhunderten ein Handelsort. Stöbere unten nach Bernstein, Stickereien und Holzschnitzereien und besuche oben die Galerie polnischer Malerei des 19. Jahrhunderts.
Das ehemalige jüdische Viertel, heute das kreative Herz der Stadt, mit alten Synagogen neben Trödelläden, Bars und Streetfood-Höfen. Komm tagsüber für Geschichte und Galerien, bleib abends für die lebhafteste Kneipenszene Krakaus.
Ein UNESCO-Welterbe südöstlich der Stadt, wo Bergleute über Jahrhunderte Kapellen, Statuen und Kronleuchter aus reinem Salz gehauen haben. Die geführte Tour steigt Hunderte Stufen hinab zur atemberaubenden unterirdischen Salzkathedrale.
Das ehemalige deutsche NS-Konzentrations- und Vernichtungslager rund 70 Kilometer westlich, heute eine ergreifende Gedenkstätte und ein Museum. Ein Besuch verlangt Zeit und Ruhe; buche im Voraus und plane einen geführten Rundgang durch beide Lagerteile ein.
Das ummauerte historische Herz rund um den Hauptmarkt, umschlossen vom grünen Planty-Ring. Alles Wichtige liegt hier zu Fuß: die Marienkirche, die Tuchhallen, das Barbakan und unzählige Kellercafés.
Das alte jüdische Viertel, heute Krakaus kreatives und nächtliches Zentrum, mit Synagogen, Flohmärkten und Streetfood-Höfen. Am besten spätabends, wenn sich die Bars füllen.
Über die Weichsel, ernster und stiller, mit dem ehemaligen Ghetto, Schindlers Fabrik und stylischen neuen Cafés. Verbindet Kriegsgeschichte mit einer aufkommenden Kunstszene.
Eine sozialistische Planstadt am östlichen Rand, um einen monumentalen zentralen Platz herum angelegt. Fahr mit der Straßenbahn hinaus für einen Blick in Polens kommunistische Vergangenheit, fernab der Postkartenkulisse.
Halbmondförmige Teigtaschen, gefüllt etwa mit Kartoffel und Quark (ruskie), Fleisch, Kraut und Pilzen oder süß mit Früchten. Iss sie gekocht oder in Butter gebraten in einem traditionellen Lokal oder einer Milchbar.
Ein aufgeschnittenes Baguette, gebacken mit Pilzen und Käse, dann mit Ketchup und Belag deiner Wahl bestrichen. Der Streetfood-Klassiker Krakaus, am besten spätabends am runden Marktplatz von Plac Nowy in Kazimierz.
Ein geflochtener, mit Mohn oder Sesam bestreuter Ring, verwandt mit der Brezel, an blau-weißen Karren in der ganzen Stadt verkauft. Schnapp dir einen als warmes Frühstück für ein paar Złoty im Gehen.
Eine säuerliche Suppe aus fermentiertem Roggenmehl, mit weißer Wurst und einem halben Ei, oft in einem Brotlaib serviert. Herzhaft, wärmend und unverkennbar polnisch — perfekt an einem kalten Tag.
Spätfrühling (Mai–Juni) und Frühherbst (September) sind ideal: mildes Wetter, lange Tage und lebhafte, aber nicht überfüllte Plätze. Der Sommer ist warm und geschäftig, während der Dezember die Altstadt in Weihnachtsmärkte und Glühwein hüllt, wenn auch bei eisiger Kälte.
Die Altstadt und Kazimierz erkundest du am besten zu Fuß — sie liegen ohnehin zu nah beieinander, um zu fahren. Ein dichtes Netz aus Straßenbahnen und Bussen deckt den Rest ab, während Züge und organisierte Touren dich nach Wieliczka und Auschwitz bringen. Vom Flughafen fährst du in gut 20 Minuten mit dem Zug in die Stadt.
Ein realistisches Tagesbudget pro Person, in drei Stilen.
Krakau ist insgesamt ein kostengünstiges Reiseziel.